Referenz · Wohnhaus
Ein Giebel, an dem man stehen bleibt
Vorkragende Zierbänder, ein gemauerter Rundbogen über dem Ochsenauge, abgesetzte Sohlbänke und Stürze – alles aus demselben Stein, alles von Hand gesetzt. Hier durften unsere Maurer zeigen, was mit einem Klinker möglich ist.
Auf einen Blick
Leistung: Mauerarbeiten und Verblendfassade
Besonderheit: Ziermauerwerk in Handarbeit
Gestaltung: Zierbänder, Rundbogen, abgesetzte Stürze
Region: Weser-Ems

Was mit einem Stein möglich ist
Nicht jeder Bauherr will eine glatte Wand. Bei diesem Einfamilienhaus war das Gegenteil gefragt. Der Giebel bekam umlaufende Zierbänder, einen gemauerten Rundbogen über dem runden Giebelfenster, abgesetzte Sohlbänke und Stürze über jeder Öffnung. Ein Stein, ein Format, ein Verband – der ganze Effekt entsteht allein daraus, wie er gesetzt wird.
Bei den Zierbändern wird jeder zweite Stein um wenige Zentimeter vorgezogen. Das ergibt ein Schattenband, das sich mit dem Sonnenstand verändert: Morgens sieht die Fassade anders aus als am Nachmittag. Es kostet Zeit, und es verzeiht keinen Millimeter – eine Reihe, die nicht sitzt, sieht man über die ganze Hauslänge.
Für unsere Maurer sind solche Aufträge die Abwechslung zum Alltag. Wenn es schnell gehen muss, bauen wir Wände auch als vorgefertigte Tafeln aus dem Werk. Aber ein Giebel wie dieser entsteht nur auf dem Gerüst, mit Kelle und Richtscheit, und mit jemandem, der Freude daran hat.
Im Detail

Die vorkragenden Schichten im Streiflicht

Der Giebelkopf, von oben gesehen
Fotos: Theo Schöning GmbH
